Samstag, 6. Februar 2016

Ordnung ist das halbe Leben ....

.... wie hasse ich den Satz. Hat er mir doch meine Kindheit versaut.




Das dachte ich immer und jetzt wo ich selber Kinder habe ... Naja, hören das auch meine Kinder von mir. Ab den Tag der Geburt meines Sohnes war ich drauf bedacht, alles "unter Kontrolle" zu halten. Zumindest soweit, dass ich immer noch ein Licht am Ende des Spielzeuges sehe.

Dafür höre ich immer - warum haben wir das nicht ...., warum bist so gemein ...., warum müssen die anderen nicht ... Alles wird mit einem "das sind unsere Familienregeln" beantwortet.

Ich bin ja grundsätzlich der Ordnungsfreak und Logiker und hasse alles was ungenutzt herumliegt und -steht. Folgend werde ich euch zeigen, wie wir in Punkto Spielzeug organisiert sind. Vielleicht ist ja das eine oder andere dabei, was ihr nutzen könnt.

Als Beispiel das Bubenzimmer - bei der kleine Zicke ist es nicht anders organisiert, nur in rosarot ....

Mein kleiner Großer ist 7 und ein echter kleiner Mann - stammend aus der Neanderthalerzeit, ist er Jäger und vor allem Sammler. Das hat er übrigens mit dem großen Buben in der Familie gemeinsam. Alles können die Zwei irgend-wann-einmal brauchen und wird daher gehortet. Vorzugsweise in allen möglichen Taschen, Sackerl, Kisten, Zuckerlverpackungen - einfach überall wo man was hineinstecken kann.

Grundsätzlich durchsuche ich an meinen arbeitsfreien Tag die Kinderzimmer nach verbotenen Essensresten oder anderen Dingen die mir gehören.

Lego ist in durchsichtigen Plastikboxen. Lt. meinen zwei Männer haben wir kein Legoproblem - nein, das ist nicht behandlungsbedürftig. Das habe ich gelernt, alles was Kinder nicht sehen nutzen sie nicht. Auch wenn es viel aussieht, mein Sohn weiß genau wenn er was sucht, wo was zu finden ist. Zu Weihnachten wurde nach Teilen aussortiert - also Räder zu Rädern, Dach zu Dach, Maxerl zu Maxerl ...


Was sich noch bewährt hat, ist ein Servierbrett. Mein Sohnemann spielt hauptsächlich mit Kleinstteilen mit Lego. Große Häuser oder Brücken zu bauen interessieren ihn nicht. Also gibt es ein großes und ein kleines Servierbrett und je nach Projekt und Menge der Einzelteile werden diese genutzt. Die Regel dazu: Solange alles am Brett ist, ist das gut. Hart gelernt hat das mein Kind nachdem er einmal aufgeräumt hat und dann den Fußboden gesaugt. Lange ist er gesessen und hat die Einzelteile aus dem Sackerl geholt.




Die Burg hat mein Mann auf ein Holzbrett montiert, das fahrbar ist. Superpraktisch beim Staub saugen! Aber vor allem beim Spielen, weil es einfach in die Mitte gezogen werden kann und von allen Seiten bespielt und nach Beendigung wieder in die Ecke wandert. Die dazugehörige Kavallerie ist in einer Box im Ikearegal.



Das Bett haben wir bewusst ausgesucht. 1. ausziehbar wenn Freunde da schlafen 2. mit Laden die das Playmobil verstauen. Das hat mein Sohn von einer lieben Freundin geschenkt bekommen.


CDs gibt es auch jede Menge. Die sind gleich über dem Bett sortiert und vor allem in Form von Hörgeschichten. Wenn jetzt jemand sagt: boah das sind viele, dann muss ich sagen ja. Aber jede einzelne zig mal rauf und runter gespielt und innig geliebt.




Stofftiere sind im Korb. Wenn ein neues dazukommt, muss ein altes weichen. Mehr als diesen Korb gibt es nicht. Über die riesigen Stofftiere diskutieren wir gerade. Aber der Hai ist überlebensnotwendig, weil es wunderbar als Reittier über die 19 Stufen dient - sehr zu meinem Leidwesen. Seufz. Praktisch gesehen, brauche ich die Stufen nicht aufwischen.



Bücher stehen im Regal. Auch hier gilt, soll ein neues dazukommen, muss ein altes Weg. Das beginnende Interesse für Zeitschriften haben wir mit einem Zeitschriftenständer gelöst, der regelmäßig aussortiert wird.

In der blauen Kiste befindet sich die Kostüme zum Verkleiden. Auch für die gilt first-out-then- in.



Die roten Laden sind Krimskramsladen. Da landet alles was nicht zuordenbar ist. Da wird regelmäßig durchsortiert und auf Notwendigkeit geprüft. Das klappt zu meinem erstauen sehr gut.




Wir hatten bis vor kurzem einen gemeinsamen Arbeitsplatz mit den Kindern. Da jedoch zwischen Dein und Mein nicht unterschieden wird, habe ich mich für eine Ikealösung entschlossen. Gesucht und gefunden - wie könnte es anders sein - auf Pinterest. Die ist ein Hit und wird voll genutzt. Läßt sich sowohl an den Arbeitstisch fahren als auch an den Esstisch, wenn mehr Platz benötigt wird. Danke dem Schweden!




Das Regal im Wohnzimmer steht unter meiner Aufsicht. Spiele sind mein Revier, da wir meist zusammen spielen, bin ich für wegräumen zuständig - damit halte ich die Kleinteile unter Kontrolle und die Kinder sehen auch mich Spielsachen wegräumen. Wenn ein Spiel ohne mir gespielt wird, bekomme ich das zur Info und dann muss bevor ein Spiel hergeräumt das letzte weggeräumt sein.




Ob das einfach war? Nein, hat mich viele Nerven gekostet, aber es hat sich gelohnt. Möglich war es sicher nur durch mein Vorbild und die Konsequenz mit der ich dahinter stand. Aber wie heißt es so schön: lernen am Modell und mit Unordnung konnte ich noch nie ... das ist mein persönlicher Vogel.

Und nein, es sind keine extra aufgeräumten Plätze, so schaut es aus, wenn nicht gespielt wird und die Kinder im Garten sind. Denn dann widme ich mich meinem Hobby Häkeln und räume nicht wie eine Irre die Wohnung auf.

Zum Schluss noch ein Leitsatz aus meiner Kinderzeit: Wenig ist mehr! Wenig Stress, weniger Konfliktpunkte, mehr Zeit, mehr Spaß im Leben. Was man immer wieder vergisst - im KIGA oder Hort gibt es auch mehr als genug Spiele, es muss nicht alles doppelt sein. In diesem Sinne


liebste Grüße von einer aufgräumten

Martina

Inspiriert:
http://suchtdasglueck.at/
http://www.elternvommars.com/

Verlinkt:
http://nadel-und-faden.blogspot.co.at/2016/02/pinspiriert-022016.html



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