Sonntag, 24. April 2016

Sonntagsbilder

Wie ich diese Verlogenheit hasse! Doppelbelastung, ich doch nicht, ich bin so gut organisiert. Kinder, ich liebe Sie und verwirkliche mich selber. Natürlich hilft mein Mann mit - wir sind ja gleichberechtigt.

So ein Schei...! Das kann auch nur jener sagen, der sich das mit Kohle leisten kann.

Ihr seht, ich bin voll wütend. Ich war zwei Tage auf Fortbildung in Deutschland. Habe dort einen Vortrag gehalten, den nächsten an Land gezogen und bin aufgefordert worden in einem Arbeitskreis mitzuarbeiten, der die zukünftige Rolle der Diätologin definiert und Zusatzausbildungen plant. Ja es wird was mit der Expertenkarriere, wenn auch überraschenderweise in Deutschland, anscheinend hat Österreich mein Fachwissen nicht notwendig.

Aber was ist daheim, während ich zwei Tage nicht da bin. Die Kinder sind versorgt und hatten Spaß. Mehr aber auch nicht. Alles andere darf ich jetzt einholen, den Haushalt, die Wäsche, Staub saugen, Aufgabe fertig machen, Schulsachen durchsehen, Termine in den Kalender übertragen bla bla bla.

Ich liebe meinen Mann, aber er macht halt die Routine, wofür ich schon dankbar bin. Aber diese depperten Weiber, die uns immer vorgaukeln, das alles so super ist mit Karriere und Kinder, die hasse ich.

Ich bin ja durchaus gut organisiert, aber heute war ich am Limit. Mein Patenkind hatte Erstkommunion und das soll auch ein schöner Tag werden. Also war ich heute von 5 Uhr bis jetzt am Abend voll durchorganisiert und habe alles "locker" geschafft Kinder, Haushalt und 2 Tage Abwesenheit hab ich auch fast eingeholt - die Nacht hat ja auch noch Stunden. Fehlt ja nur noch ein Korb Wäsche aufhängen.

Jetzt zeig ich euch noch ein paar Bilder und das entspannt mich, weil ich viele wunderschöne gemacht habe und ca 400 an mein Schwesterherz für ein Album gehen.


Als erstes hab ich dieses Käuzchenbein aus dem Ofen entfernt. 
Hat mein Mann getrocknet. Mahlzeit!!!


Mit dem Tochterkind schnell die Karte für die Nichte fertig gemacht.


Das Tochterkind in eine kleine Prinzessin verwandelt - seufz, verliebt!


Zum Essen Alkohol genehmigt - das entspannt!


Scampi fritta - ein Gedicht .....


Beim Heim kommen die Blumen eingefrischt.



Zu Hause schnell geholfen den Kaffeetisch herrichten.


Dem Sohnemann zwei Mal Sachertorte nachgelegt!


Der Blume das Leben gerettet - ist vom Gesteck abgebrochen.

So und jetzt aus die Maus und schlafen. Morgen ist ja wieder Arbeit angesagt!

liebe Grüße Martina

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Kommentare:

  1. Super Post! Es wird immer viel zu viel beschönigt!
    Du sagst es, wie es ist! :-)
    Die Fotos sind wunderwunderschön - vor allem die Blumen.
    glg andrea

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  2. Toll, deine Wut! Diese Falle für die moderne Frau kenne ich nur zu gut. Das Problem ist nur, dass ihr jüngeren Frauen so verstrickt seid in eure verschiedenen Aufgabenfelder, dass keine Zeit mehr bleibt, richtig auf den Putz zu hauen. Davon hatten wir noch etwas mehr, mussten aber auch erst das Recht aufs Arbeiten ohne Zustimmung des Ehemannes, das Recht, über unseren Körper selbst zu bestimmen, unseren Wohnort unabhängig zu wählen und vieles mehr erkämpfen. Und irgendwann waren wir müde und wollten auch einfach mal ein bisschen leben und haben nicht aufgepasst, was mit unseren Töchtern passiert. Sch....
    Nur die Lösung, "Frauen bleibt zu Hause, zieht 3 Kinder groß und bekommt bei der Scheidung die Schuld & keinen Unterhalt", wie das hierzulande eine populäre Partei fordert, kann es auch nicht sein. Dazu können wir Frauen zu viel, auf dass die Gesellschaft nicht verzichten kann.
    Vielleicht überkommt die Frauenfrage ja mal wieder neuen Schwung...
    GLG
    Astrid

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    1. Astrid mit dir würde ich gerne eine Nachmittag das Thema diskutieren. Können wir wirklich aufstehen und auf den Putz hauen? Gehen wir nicht derzeit wieder den Weg zurück? Geben wir nicht alles auf, weil wir es nicht schaffen? Es ist fast nicht möglich - Kinderbetreuung redet sich der Staat schön, die gibt es nicht wirklich. Zumindest nicht so, dass man damit unterstütz wird. Männer dominieren noch immer die Arbeitswelt und wenn wir die Möglichkeit haben in dementsprechenden Positionen was zu bewirken, wie machen wir Frauen dass? Beweisen, dass wir Männer sind. Mit voller Waffenkammer gegen das eigene Geschlecht. Der ärgste Feind einer Frau ist eine andere Frau. Statt gemeinsam stark zu sein und uns zu verbünden, machen wir jene fertig, die uns gefährlich werden könnten. Männer sind keine Konkurenz, bauen die aber geschickt zwischen Frauen auf und wir fallen darauf herein. Ich denke ich mache über meine Gedanken ein Poste. Das muss mal sein! glg zurück und ich bin echt froh dich gefunden zu haben Martina

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  3. Oh weh. Manchmal muss man die Wut einfach rauslassen. Ich habe zwar keine Kinder, kann aber das problem so halbwegs nach vollziehen, fürchte/denke ich... Da muss es halt auch mal ein Feierabendsdrink sein :'D
    So ein Bein im Ofen find ich ehrlich gesagt aj was gruselig :'D
    Toll das du dann noch die Ruhe hattest um den Tag für die Nichte mit zu gestalten.
    Durchatmen und wieder auf in den Kampf!
    Liebe Grüße,
    Svenja

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